Meine Geschichte
Warum ich „Kompass nach Krebs“ gegründet habe
Krebs verändert alles. Diese Reise war die größte Herausforderung meines Lebens – und sie hat mir auch gezeigt, was wirklich wichtig ist.
Ich möchte meine Erfahrungen weitergeben, Orientierung geben und Menschen Mut machen, die gerade ihren eigenen Weg gehen.
Andreas
Oktober 2019 – Der Anruf
Ein Anruf in der psychologischen Praxis verändert mein Leben innerhalb einer Sekunde: Mein PSA-Wert ist deutlich erhöht.
„In diesem Moment wusste ich: Nichts wird mehr sein wie vorher.“
November 2019 – Die Gewissheit
Mein Urologe bestätigt den Verdacht und veranlasst eine Biopsie. Kurz darauf erhalte ich die Diagnose: Prostatakrebs.
„Aus einem Verdacht wurde Gewissheit.“
Januar 2020 – Warten auf Antworten
Knochenszintigrafie und CT sollen zeigen, ob der Krebs gestreut hat. Die Tage zwischen den Untersuchungen und den Ergebnissen sind voller Ungewissheit.
„Die Ungewissheit zerrte an meinen Nerven.“
Januar 2020 – Ein zweiter Schock
Das CT bringt eine weitere Überraschung: Es wird ein Tumor an meiner Niere entdeckt.
„Gerade erst den ersten Schlag verdaut, folgt der nächste.“
Januar 2020 – Eine schwierige Entscheidung
Ich habe bereits Kontakt zu einer Spezialklinik in Hamburg. Doch lange Wartezeiten und die Angst vor dem Krebs bewegen mich zu einer Entscheidung: die Operation in Berlin.
„Ich wollte den Krebs so schnell wie möglich loswerden.“
Januar 2020 – Die erste Operation
Die Prostataoperation verläuft erfolgreich, wird aber als offene Operation durchgeführt. Die Narkose vertrage ich schlecht. Eine Woche trage ich einen Katheter. Eine bakterielle Infektion verzögert die geplante Nierenoperation.
„Verstehen schafft Sicherheit.“
März 2020 – Endlich eine gute Nachricht
Im März 2020 wird der Tumor an meiner Niere entfernt. Das Ergebnis bringt Erleichterung: Der Tumor war gutartig.
„Nach vielen Wochen voller Sorgen konnte ich zum ersten Mal wieder aufatmen.“
März 2020 – Die Reha endet früher als geplant
Nach den beiden Operationen beginne ich eine Reha. Doch schon nach einer Woche erhalte ich einen Anruf meines Urologen. Mein PSA-Wert ist noch erhöht. Ich breche die Reha ab, um die Behandlung sofort fortzusetzen.
„Es gab nur ein Ziel: den Krebs besiegen.“
April 2020 – Der dunkelste Moment
Vor Beginn der Bestrahlung wird ein PET-CT durchgeführt. Ich möchte das Ergebnis sofort wissen. In einem abgedunkelten Raum hören wir: Man gehe von mehreren Metastasen aus.
„Ich dachte, mein Weg würde hier enden.“
April 2020 – Hoffnung kehrt zurück
Wenige Tage später wird mein PET-CT in einer Tumorkonferenz erneut beurteilt. Statt mehrerer Metastasen liegt nur eine einzige Metastase im Becken vor.
„Wo eben noch Hoffnungslosigkeit war, keimte plötzlich wieder Zuversicht auf.“
Mai bis Juni 2020 – Schritt für Schritt zum Ziel
Über sieben Wochen erhalte ich nahezu täglich eine Strahlentherapie. Bestrahlt werden das Prostatabett (Prostataloge) und die Metastase im Becken. Zu meiner Erleichterung habe ich weder Schmerzen noch nennenswerte Nebenwirkungen.
„Jede Bestrahlung brachte mich meinem Ziel ein Stück näher.“
Danach – Leben zwischen Hoffnung und Kontrolle
Nach Abschluss der Bestrahlung beginnt die regelmäßige Nachsorge. Mein PSA-Wert wird anfangs alle drei Monate kontrolliert, später alle sechs Monate und schließlich einmal im Jahr.
„Mit jedem guten PSA-Wert kehrte ein Stück Normalität zurück.“
2022/2023 – Wenn der Kampf vorbei ist
Die Behandlung ist abgeschlossen und die Kontrolluntersuchungen sind unauffällig. Trotzdem spüre ich eine große Leere. Mein Leben muss sich neu sortieren.
„Ich hatte den Krebs besiegt – aber ich musste erst lernen, wieder zu leben.“
Heute – Warum es „Kompass nach Krebs“ gibt
Meine Erfahrung hat mein Leben verändert. Ich möchte sie nutzen, um anderen Menschen Orientierung zu geben, Antworten auf Fragen zu finden und Mut zu machen.
Wenn meine Geschichte dir Mut macht, dir Orientierung gibt
oder dir zeigt, dass du mit deinen Ängsten nicht allein bist,
dann hat sie ihren Zweck erfüllt.